U23 – Schweinfurter Reserve zeigt Moral im Spiel gegen FC Würzburger Kickers II  1:1 (0:0)

||U23 – Schweinfurter Reserve zeigt Moral im Spiel gegen FC Würzburger Kickers II  1:1 (0:0)

U23 – Schweinfurter Reserve zeigt Moral im Spiel gegen FC Würzburger Kickers II  1:1 (0:0)

Samstag, 23.09.2017, 16:00 Uhr
Willy – Sachs – Stadion Schweinfurt
Rasenplatz, 300 Zuschauer
Spielnummer 113

1. FC Schweinfurt 05 II – FC Würzburger Kickers II  1:1 (0:0)

Schweinfurter Reserve zeigt Moral

Sie waren intensiv und fair, die 90 Minuten des Bayernliga-Derbys zwischen dem FC 05 Schweinfurt II und dem FC Würzburger Kickers II vor 300 Besuchern im Willy-Sachs-Stadion. 1:1 (0:0) hieß es, als der souveräne Schiedsrichter Christopher Schwarzmann abgepfiffen hatte. Und auch die Fans reihten sich in die Fairness-Kategorie ein. Als Sicherheitsspiel angekündigt (gespielt wurde auf dem Hauptplatz, ein Teil der Tribüne war geöffnet) entpuppten sich Befürchtungen als unbegründet. Zumal die Fußballer auch das machten, weshalb sie auf dem Rasen waren: sie spielten Fußball. Und zwar sehr ansehnlich, auf einem guten Bayernliga-Niveau, mit hohem Tempo und dadurch bedingt auch mit der dazugehörigen Fehlerquote. Beiden Teams waren die Nervosität anzumerken, die sich über 90 Minuten nicht ganz ablegen ließ.

Und dreimal hätten die Schweinfurter Angreifer das Tor nicht nur treffen können, sondern müssen. Patrick Albert traf aus 14 Metern nur den Würzburger Torhüter Jan Nirsberger, der einfach nur hatte stehen bleiben und die Kugel fangen müssen (30.). In der 39. Minute wurde Tobias Fleischer glänzend freigespielt und wollte aus zehn Metern Nirsberger, der schon auf dem Weg nach unten war, tunneln.

Der Abpraller landete bei Markus Thomann, dessen Schuss der Würzburger Ali Koller vor der Linie köpfte. In der 51. Minute kam eine hohe Flanke auf den zweiten Pfosten, Fleischer köpfte zum freistehenden Christopher Lehmann, dessen Schuss aus fünf Metern parierte Nirsberger mit einem grandiosen Reflex. Hinzu kamen noch einige weitere gute Möglichkeiten für die Schweinfurter, die beste davon war ein Lattenstreifschuss von Markus Thomann (8.). Aber auch die Würzburger hatten ihre Gelegenheiten, vor allem direkt nach dem Seitenwechsel während einer 15-minütigen Drangphase. Immer daran beteiligt waren Dominik Meisel und Marco Königs. Die beste Würzburger Chance machte FC-05-II-Keeper Christoph Saballus zunichte, als er einen Drehschuss von Meisel aus fünf Metern parierte.

In der 78. Minute aber war er dann doch geschlagen. Eine flache Hereingabe von Ioannis Kiakos von rechts segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck, und Ulli Baumann erlitt einen kleinen Tobsuchtsanfall. „So einen Ball muss man wegschlagen“, war der Schweinfurter Trainer stinksauer. Insgeheim fürchtete er sich vor den folgenden Minuten, in denen sich die Schweinfurter normalerweise das zweite Gegentor einfangen.

Doch mit einer ungeheuren Moral kehrten sie sofort ins Spiel zurück. Der Lohn war der Ausgleich fünf Minuten später, unter Mithilfe der Kickers-Abwehr. Dennis Schmitt und Ali Koller eskortierten auf der rechten Abwehrseite Markus Thomann und bestaunten dessen Pass in den Fünf-Meter-Raum. Nico Wagner, der Fleischers heißen Atem im Nacken spürte, wollte klären und traf ins eigene Tor. „Dieses Remis bringt uns beiden nicht viel“, sagte Baumann. Sein Gegenüber, Christian Demirtas, sprach von einem „gerechten Remis, es hatten beide Teams ihre Chancen“.

Die Statistik des Spiels
Fußball: Bayernliga Nord FC 05 Schweinfurt II – FC Würzburger Kickers II 1:1 (0:0)

Schweinfurt: Saballus – Heinze, Ruft, Topuz, Renninger – Waigand, Schlicht (86. Schmidt) – Lehmann, Thomann, Albert (50. F. Feidel) – Fleischer.

Würzburg: Nirsberger – Kiakos, Wagner, Koller, Schmitt – Lotzen, Hartleb – Langhans (82. Peci), Jeni (62. Häuser), Meisel (73. Beier) – Königs.

Schiedsrichter: Schwarzmann (Scheßlitz). Zuschauer: 300. Tore: Ioannis Kiakos (78.), 1:1 Nico Wagner (83./Eigentor).

Quelle: Mainpost.de
Foto: Guido Chuleck

2017-09-25T11:21:37+00:00
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