Geschichte

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GESCHICHTE

Timeline

2017
2017

Der FC gewinnt zum ersten Mal den Landespokal

Der FC 05 hat zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Toto-Pokal gewonnen. Die Mannschaft von Gerd Klaus setzte sich in einem intensiven und spannenden Finale gegen mit 1:0 (0:0) gegen den SV Wacker Burghausen durch. Neben der Toto-Pokal-Siegprämie von 5000 Euro dürfen sich die Unterfranken über mindestens 115.000 Euro aus der DFB-Pokal-Vermarktung und einen namhaften Gegner in der 1. Hauptrunde (11. bis 14. August) freuen. Die Auslosung findet am Sonntag, den 11. Juni um 18 Uhr in der ARD-Sportschau statt.

Mann des Tages in der Wacker-Arena war Steffen Krautschneider, der die Schnüdel in der 65. Minute auf die Siegerstraße brachte. Hatten die Hausherren die Partie in der ersten Hälfte noch klar bestimmt, lagen die spielerischen Vorteile und die Mehrzahl der Chancen in Halbzeit zwei auf Seiten der Gäste. „Wir haben die letzten drei bis vier Wochen nur für den Pokal gearbeitet. Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Vor allem die zweite Hälfte haben wir sehr ordentlich gespielt und auch verdient gewonnen. Einziges Manko: Wir hätten die Konter noch besser ausspielen und die Führung ausbauen müssen. Wir können die Einnahmen gut gebrauchen, um nächstes Jahr eine ordentliche Mannschaft zu stellen. Trotzdem müssen wir bescheiden bleiben. Ich fahre mit meiner Familie jetzt erstmal nach Hause und lasse die Jungs feiern“, freute sich Schweinfurts Trainer Gerd Klaus. In den ersten Minuten beherrschten die Gäste die Partie. Die erste Chance erspielten sich aber die Hausherren. Nach langem Zuspiel in die Spitze verpasste Marius Duhnke allerdings knapp den Ball (4.). Zehn Minuten später kam Wacker nach einem Einwurf erneut gefährlich vor das Schweinfurter Tor. Hama Tsoumou legte ab auf Muhamed Subasic, der aber davon überrascht ins linke Toraus schoss. In der 17. Minute wurde es dann zum ersten Mal im Strafraum der Burghauser brenzlig. Christopher Kracuns Freistoß blieb aber in der Mauer hängen. Den Nachschuss von Marco Janz konnte Wackers Miha Tetickovic problemlos festhalten. Kurz darauf (22.) wurde es laut auf den Rängen. Tsoumou ließ Billick und Janz stehen und lief alleine auf das Tor der Gäste zu. Nur Schweinfurts Torhüter David Paulus konnte der Wacker-Angreifer nicht überwinden. Die Gastgeber drückten nun weiter auf das erste Tor. Christopher Burkhards Freistoß aus gut 20 Metern ging jedoch knapp über die Querlatte (24.). Vier Minuten danach zog Burghausens Kapitän erneut aus der Distanz ab. Paulus stand jedoch sicher. Schweinfurt kam erst in der 38. Minute zur nächsten Chance. Adam Jabiri erkämpfte sich den Ball im Strafraum, schoss nach schneller Drehung aber knapp über den Kasten. Ohne personellen Wechsel kamen die beiden Mannschaften aus der Halbzeitpause. Zunächst unverändert spielte Burghausen druckvoller nach vorne und hatte die erste Chance durch Tsoumou (50.), der den Ball allerdings aus ungünstiger Position über das Tor setzte. In der Folge verlor Wacker aber zunehmend den Faden. Schweinfurt drang nun immer wieder gefährlich in den Strafraum der Gastgeber ein. In der 65. Minute schlug dann Steffen Krautschneider zu. Von der Strafraumgrenze zog der 25-Jährige einfach mal ab, sein flacher Aufsetzer schlug zum 1:0 für die Gäste im linken Eck ein. Danach wurde die Atmosphäre auf dem Spielfeld hitziger. Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann behielt aber den Überblick und zeigte Schweinfurts Marius Willsch Gelb. Während Burghausen nach dem Gegentor die Luft ausgegangen zu sein schien, spielte Schweinfurt auf die Entscheidung. Krautschneider versuchte es aus spitzem Winkel, Wackers Schlussmann Tetickovic konnte den Ball jedoch abwehren (79.). In der Schlussphase kamen dann die Gastgeber noch mehrmals vor das gegnerische Tor. Erst verfehlte Tsoumou mit dem Hinterkopf den Kasten (82.), dann kam Duhnke von der rechten Strafraumseite zum Volleyschuss, konnte den Ball aber nicht Richtung Torlinie bringen (86.). Auch die vier Minuten Nachspielzeit konnte Burghausen nicht mehr für sich nutzen. Am Ende sangen die über 300 mitgereisten Schweinfurter Fans: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“. (bfv.de) SV Wacker Burghausen: Tetickovic – Rech, Hofstetter, Knochner, Kindsvater (81. Bann), Subasic, Duhnke, Burkhard, Tsoumou, Wächter (71. Popp), Moser. 1. FC Schweinfurt 05: Paulus – Paul, Janz, Kracun (61. Jelisic), Haller, Fery, Krautschneider (90. Bechmann), Messingschlager, Jabiri, Willsch (90. Müller), Billick. Schiedsrichter: Robert Hartmann (SV Krugzell). Tore: 0:1 Steffen Krautschneider (65.). Zuschauer: 2584.
2016
2016

Ausgliederung der 1. Mannschaft zur GmbH

Der 1. FC Schweinfurt 1905 hat seine erste Mannschaft in eine GmbH ausgliedert. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstagabend den 27.10.2016 stimmten die anwesenden Stimmberechtigten dem Vorhaben mit deutlicher Mehrheit zu. 76 Mitglieder entschieden sich dafür, damit wurde die 75-Prozent-Hürde bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung sehr deutlich genommen. Die Mitglieder stimmten zudem nahezu einstimmig, bis auf eine Enthaltung, dem Antrag des Vorstandes zu, diesen von dem so genannten Verbot des Selbstkontrahierens zu befreien. "Mit der Satzungsänderung ist es dann beispielsweise möglich, dass Vorstandsmitglieder Verträge mit dem Verein schließen, was insbesondere die kostenlose Überlassung des VIP-Zeltes und Darlehensverträge betrifft", erklärte Verwaltungsrats-Vorsitzender Jürgen Scholl. Vorsitzender Markus Wolf machte deutlich, dass der Verein in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Scholl als Rechtsanwalt und Verwaltungsratsmitglied Dr. Bernd Weiß als Notar die formalen Voraussetzungen für eine Ausgründung der ersten Mannschaft in Form einer GmbH geschaffen habe. Demgemäß wurde den Mitgliedern zu geheimer Abstimmung folgender Beschluss vorgeschlagen: „Die Mitgliederversammlung des 1. FC Schweinfurt 1905 e. V. beschließt die Ausgründung und Einbringung der ersten Fußballmannschaft, Herren, derzeit Regionalliga Bayern in eine GmbH. Die GmbH führt die Firma: "1. FC Schweinfurt 1905 Fußball GmbH". Der 1. FC Schweinfurt 1905 muss an dieser GmbH nach den Regelungen des Bayerischen Fußballverbandes bzw. des DFB stets mit 50 % plus eine Stimme der stimmberechtigten Anteile vertreten sein. Das Stammkapital beläuft sich auf 250.000,00 €, wovon der 1. FC Schweinfurt 1905 nach derzeitiger Planung 125.000,00 € plus 1,00 € übernimmt. Die Durchführung der Ausgründung wird dem Vorstand übertragen. Dieser darf alle hierzu und zur Übertragung des Geschäftsbetriebes erforderlichen und zweckdienlichen Erklärungen abgeben und Maßnahmen treffen, dabei insbesondere auch Vertragsverhältnisse sowie die Nutzung von Namensrechten, Marken etc. auf die GmbH überleiten. Die Ausgründung soll noch in der laufenden Saison 2016/ 2017 erfolgen. Die einschlägigen Regelungen des Bayerischen Fußballverbandes und des DFB sind dabei einzuhalten." Die Mitglieder konnten hierzu intensiv Fragen stellen, die ausführlich und offen beantwortet wurden. Letztendlich verblieben danach keine restlichen Unklarheiten mehr. Als Geschäftsführer der Fußball-GmbH des 1. FC Schweinfurt 05 wird Markus Wolf fungieren. Er wird aber auch weiterhin als erster Vorsitzender für den e. V. zur Verfügung stehen. "Bei der nächste Jahreshauptversammlung soll aber ein qualifizierter Nachfolger im Vorstand des 1. FC Schweinfurt 05 gefunden werden", erklärte Scholl. "Entsprechende Gespräche mit Interessenten wurden bereits geführt." Abschließend kam die aktuelle Problematik der Fanproteste wegen Stadionverboten zur Sprache. Scholl berichtete von den intensiven Gesprächen und Verhandlungen sowohl mit der Stadt Schweinfurt wie auch mit der Polizeiinspektion Schweinfurt. Es folgte dann eine äußerst intensive Diskussion, in der letztendlich durch Vorstand und Verwaltungsrat noch einmal unmissverständlich klargestellt wurde, dass man "zu seinen friedliebenden Fans hundertprozentig steht", wie es Scholl formulierte. "Anderseits wird es seitens des 1. FC Schweinfurt 05 keinerlei Toleranz bei Gewalt geben", sagte er. Scholl machte aber ebenfalls sehr deutlich, dass auch seitens des Vereins nicht mit jeder Entscheidung der Polizei und der Stadt Einverständnis bestehe und hier weiterhin eine intensive Kommunikation geführt werden müsse. Scholl berichtete, dass am 7. November ein runder Tisch im Rathaus der Stadt Schweinfurt mit Vertretern der Stadt Schweinfurt und der Polizeiinspektion Schweinfurt sowie den Fanbeauftragten stattfinden wird. Scholl appellierte noch einmal "an sämtliche Fans, trotz der aktuellen Situation der Mannschaft die wichtige Unterstützung und Anfeuerung zukommen zu lassen". Weiterhin informierte Scholl darüber, dass der Verein gemeinsam mit der Stadtverwaltung intensiv nach einem Gebäude für ein Fanzimmer und Jugendzimmer sucht.
2004
2004

Seit 2004 – Insolvenz – Auf und Ab – Rückkehr in die Regionalliga

In die Bayernligasaison 2004/05 startete die Mannschaft mit mehreren Akteuren aus dem Regionalliga-Kader. Doch schon nach wenigen Spielen musste Präsident Hertlein, der selbst größter Gläubiger des Vereins war, die Zahlungsunfähigkeit anmelden. Im Oktober 2004 erfolgte der Gang zum Insolvenzrichter, der einen Notvorstand einsetzte. Der FC 05 wurde aus der Bayernliga-Wertung genommen und stand als Absteiger fest, fast alle Akteure verließen den Verein. Um die Versetzung in die unterste Klasse zu vermeiden, mussten die verbleibenden Spiele als Freundschaftsspiele absolviert werden, was Dank der Mitwirkung von mehreren Spielern der Meistermannschaft von 1990 gelang. In dieser chaotischen Phase fand 2005 das 100-jährige Bestehen des Vereins keine Beachtung.

Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens erfolgte ein Neustart in der Landesliga Nord. Die Gegner hießen nun nicht mehr Offenbach, Darmstadt und Stuttgarter Kickers sondern Lengfeld, Selbitz und FT Schweinfurt, statt 2.000 kamen nur noch 600 Zuschauer im Schnitt. Im zweiten Anlauf gelang dem neu formierten Team 2007 die Rückkehr in die Bayernliga, aus der man jedoch am Saisonende nach einer Niederlage im entscheidenden Relegationsspiel gegen den TSV Rain/Lech sportlich wieder abstieg. Nur aufgrund von Lizenzentzügen in höheren Klassen erhielt der FC 05 am grünen Tisch für die Saison 2008/09 einen Bayernliga-Startplatz zugesprochen. Dem im Profibereich erfahrenen Trainer Werner Dressel gelang es auch in der folgenden Saison nicht, das Leistungsvermögen der Mannschaft zu steigern. Die für Landesligaverhältnisse hochkarätig besetzte Mannschaft blieb nach dem Abstieg zusammen. Sie unterlag im Meisterschaftsrennen 2009/10 dem Würzburger FV, konnte sich in der Relegation durch Siege über den VfB Eichstätt und die SpVgg Ansbach 09 aber doch noch den Aufstieg in die Bayernliga sichern. Dort etablierte man sich im ersten Jahr mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld. Unter dem neuen Trainer Klaus Scheer nannte der Verein für die Qualifikationssaison 2011/12 den Aufstieg in die neue viertklassige Regionalliga Bayern als Saisonziel. Da die Erfolge aber ausblieben (vorletzter Tabellenplatz nach elf Spieltagen) wurde Scheer am 18. September 2011 vorzeitig beurlaubt. Als Interimslösung werden fortan der ehemalige U19-Trainer Udo Romeis in Zusammenarbeit mit Rüdiger Mauder versuchen, das Saisonziel doch noch zu verwirklichen. Die Saison beendete man auf dem 13. Tabellenplatz und qualifizierte sich damit für die Relegationsspiele zur Regionalliga Bayern. In der ersten Runde konnte man sich nach einem 1:1 auswärts und einem 0:0 zu Hause aufgrund der Auswärtstorregel gegen den SV Schalding-Heining durchsetzen und erreichte so die zweite Runde, wo man auf die zweite Mannschaft des FC Augsburg traf. Nach einem 0:0 in Augsburg unterlag man zu Hause mit 0:3 nach Verlängerung, womit der angstrebte Regionalligaaufstieg verpasst wurde. Somit spielte die erste Mannschaft des FC Schweinfurt 05 in der Saison 2012/13 in der Bayernliga Nord (5. Liga). Unter dem neuen Trainer Gerd Klaus wurde der FC 05 Schweinfurt in der Spielzeit 2012/13 Meister der Bayernliga Nord und stieg in die Regionalliga Bayern auf. Langfristig strebt man den Aufstieg in die 3.Liga und damit die Rückkehr in den deutschen Profifußball an.
Jahr
Liga
Platz
Tore
Punkte
2004/05 Bayernliga 18. Platz 46:94 33
2005/06 Landesliga Nord 7. Platz 68:43 57
2006/07 Landesliga Nord 1. Platz 84:39 77
2007/08 Bayernliga 16. Platz 39:67 36
2008/09 Bayernliga 17. Platz 39:66 36
2009/10 Landesliga Nord 2. Platz 117:35 88
2010/11 Bayernliga 9. Platz 48:50 50
2011/12 Bayernliga 13. Platz 58:70 41
2012/13 Bayernliga Nord 1. Platz 81:31 77
1999
1999

1991–2004 – Die Ära Hertlein – Vasic – Bayernliga, Regionalliga, 2. Liga, Lizenzentzug

Der langjährige Vorsitzende Peter Galm trat nach dem missglückten Ausflug ins Profigeschäft zurück. Immerhin konnte er den Verein finanziell intakt übergeben. Es folgten drei Jahre mit erfolglosen Vorständen und Trainern in der Bayernliga. Die am Saisonende 1993/94 verpasste Qualifikation für die neu gebildete Regionalliga bedeutete den Abstieg in die Viertklassigkeit.

Bereits im Februar 1994 hatte der neue Vorsitzende Gerhard Hertlein den Serben Djuradj Vasic als Coach verpflichtet. In mühsamer Aufbauarbeit führte Vasic den Verein 1998 zur Bayernligameisterschaft; als zwei Jahre später die Zahl der Regionalligen von vier auf zwei reduziert wurde, gelang als Tabellenelfter gerade noch die Qualifikation. Die überwiegend aus einheimischen Spielern (Ralf Scherbaum, Matthias Gerhard, Steffen Stockmann, Steffen Rögele, Dirk Dorbath, Dieter Wirsching, Jürgen Hain, Thorsten Seufert) zusammengestellte und nur um wenige Profis (Kristian Sprecakovic, Josef Tuma, Festus Agu) ergänzte Mannschaft startete mit dem Ziel Klassenerhalt in die Saison 2000/01. Völlig unerwartet konnte sie sich in der Spitzengruppe etablieren, viele Spieltage sogar als Tabellenführer. Am Saisonende schien dem Außenseiter die Puste auszugehen, doch reichte im letzten Saisonspiel ein 1:1 bei Wacker Burghausen, um sich gegen Eintracht Trier durchzusetzen und als Dritter hinter dem Karlsruher SC und der nicht aufstiegsberechtigten zweiten Mannschaft vom VfB Stuttgart in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Zur 2. Liga-Saison 2001/02 verpflichtete der Verein neben mehreren Nachwuchsspielern den gebürtigen Schweinfurter Martin Schneider, der mit der Erfahrung aus 379 Bundesligaspielen der Abwehr Halt geben sollte. Die Mannschaft trat zunächst als laufstarke, kompakte Einheit auf und konnte sich in der Vorrunde Dank ihrer Heimstärke von den Abstiegsrängen fernhalten, obwohl Routinier Schneider seine Karriere bereits nach wenigen Spielen verletzungsbedingt beenden musste. Höhepunkte in dieser Phase waren der 1:0-Sieg über Arminia Bielefeld (11.000 Zuschauer), das 3:3 gegen den VfL Bochum (9.800 Zuschauer) sowie das 4:2 über LR Ahlen mit Ermin Melunović als vierfachem Torschützen. In der Rückrunde allerdings konnte das Team nicht mehr an diese Leistungen anknüpfen und stieg als Vorletzter mit 24 Punkten ab. Trotz Abstieg hielt Präsident Hertlein zunächst an seinem Weggefährten Vasic fest, als die Mannschaft im Herbst 2002 jedoch auch in der Regionalliga auf einem Abstiegsplatz stand, war der bei den Fans schon lange ungeliebte Coach nicht mehr zu halten. Mit Hans-Jürgen Boysen und einigen Neuzugängen konnte in der Rückrunde nach einer dramatischen Aufholjagd am letzten Spieltag durch ein 3:1 über den VfR Aalen vor 7000 Zuschauern der Klassenerhalt gefeiert werden. Obwohl die lokale Presse neben finanziellen Problemen auch von Unregelmäßigkeiten berichtete, erhielt der Verein die Lizenz für die Saison 2003/04, die einen ähnlichen Verlauf wie die vorige Spielzeit nehmen sollte: im Herbst stand die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz, der Trainer wurde gewechselt (Rainer Hörgl für Boysen), neue Spieler verpflichtet, am Ende gelang wiederum der Klassenerhalt. Der schon seit längerem umstrittene Präsidenten Hertlein hatte den Verein mit eigenem Geld im Profibereich gehalten. Im Sommer 2004 gelang es Hertlein jedoch nicht mehr, die finanzielle Leistungsfähigkeit des Vereins nachzuweisen: Der DFB verweigerte die Regionalliga-Lizenz, der Zwangsabstieg in die Bayernliga war die Folge.
Jahr
Liga
Platz
Tore
Punkte
1990/91 2. Bundesliga 20. Platz 26:95 13:63
1991/92 Bayernliga 9. Platz 52:52 33:24
1992/93 Bayernliga 9. Platz 61:58 32:24
1993/94 Bayernliga 5. Platz 50:39 36:22
1994/95 Bayernliga 3. Platz 52:31 57
1995/96 Bayernliga 5. Platz 71:40 54
1996/97 Bayernliga 1. Platz 67:31 73
1997/98 Regionalliga Süd 5. Platz 52:44 51
1998/99 Regionalliga Süd 11. Platz 47:54 45
1999/2000 Regionalliga Süd 3. Platz 57:43 57
2000/01 2. Bundesliga 17. Platz 30:71 24
2001/02 Regionalliga Süd 13. Platz 56:54 45
2002/03 Regionalliga Süd 15. Platz 53:58 41
1980
1980

1976–1991 – Zwischen Bayern- und Landesliga – Mit Werner Lorant in die 2. Liga

Nach dem Abschied vom Profifußball musste sich der Verein in der damals drittklassigen Bayernliga finanziell konsolidieren. In der Abschlusstabelle belegte er in den folgenden Jahren meist einen Platz im vorderen Mittelfeld. Ohne Aufstiegshoffnungen gestartet, erreichte man 1982 unter Trainer Otto Baum hinter dem FC Augsburg den zweiten Platz und nahm an der Deutschen Amateurmeisterschaft teil. Im folgenden Jahr jedoch stieg man völlig überraschend in die Landesliga Nord ab. Dem souverän erspielten Wiederaufstieg in die Bayernliga (1983/84) folgte ein weiterer Abstieg.

Nach der erneuten Landesligameisterschaft 1986 verpflichtete der Vorsitzende Peter Galm den ehemaligen Bundesligaprofi Werner Lorant (zunächst nur als Spieler). Als Spielertrainer übernahm Lorant nach einem missglückten Saisonstart im Herbst 1986 die sportliche Leitung. Aus einheimischen Spielern wie Bernd Häcker, Bernhard Pfister, Oliver Wölfling, Jens Schürer, Carsten Weiß, Rudi Gürtler, Reiner Wirsching, Rüdiger Mauder, Elmar Drenkard, Werner Köhler, Karl-Heinz Müller und dem zum Karriereausklang in die Heimat zurückgekehrten Erwin Albert formte Lorant eine schlagkräftige Elf, die 1989 Vizemeister der Bayernliga wurde, wobei auch der in der Winterpause vollzogene Wechsel von Wirsching zum 1. FC Nürnberg kompensiert werden konnte. In der Saison 1989/90 führte Lorant die Spieler auf den Zenit ihres Leistungsvermögens. Aus der Bezirksliga war vom FC Eibelstadt der junge Bernhard Winkler hinzugekommen. Das Team übernahm von Beginn an die Tabellenführung und errang nach einem dramatischen Finale (3:3 im letzten Saisonspiel vor 32.000 Zuschauern gegen den TSV 1860 München) die Meisterschaft. In der Aufstiegsrunde konnte man sich gegen den SSV Reutlingen und Rot-Weiss Frankfurt durchsetzen und stieg gemeinsam mit dem 1. FSV Mainz 05 in die 2. Liga auf. Im DFB-Pokal war in dieser Saison erst im Achtelfinale (0:3 gegen Eintracht Braunschweig) Endstation. Der Aufstiegself fehlten in der folgenden Saison 1990/91 jedoch ihre wichtigsten Säulen: Trainer Lorant verabschiedete sich zu Viktoria Aschaffenburg, Winkler ging nach Kaiserslautern, Albert beendete seine Karriere. Die Strukturen im Verein waren nicht auf Profifußball ausgerichtet. Das „Abenteuer 2. Liga“ wurde zu einem Fiasko. Von Beginn an chancenlos, belegte man am Ende mit nur 13 Punkten den letzten Platz. Einer der wenigen Saison-Höhepunkte war das knappe 0:1 auf eigenem Platz vor 11.000 Zuschauern gegen Schalke 04.
1960
1960

1963–1976 – Regionalliga Süd – 2. Liga Süd

Die ersten Jahre in der neuen Liga waren von starken Leistungsschwankungen geprägt. Landete man in der Auftaktsaison noch im vorderen Mittelfeld, so folgte ein Jahr mit Abstiegssorgen, ehe unter dem neuen Trainer Gunther Baumann 1966 erstmals nach 24 Jahren wieder eine Meisterschaft errungen werden konnte. Im Duell mit den Offenbacher Kickers hatte der FC 05 am Ende einen Punkt Vorsprung. In der Bundesliga-Aufstiegsrunde zog der FC 05, auch bedingt durch interne Querelen (die beiden Leistungsträger Rolf Schweighöfer und Manfred Rühr wurden vereinsintern gesperrt), gegen Rot-Weiss Essen und den 1. FC Saarbrücken den Kürzeren, nur gegen den FC St. Pauli gelang ein Heimsieg. Auf die überraschende Meisterschaft folgte eine durchwachsene Saison, während der sich Erfolgstrainer Baumann zu 1860 München verabschiedete. Unter seinem Nachfolger Jenö Vincze erreichte die eingespielte Mannschaft in den folgenden vier Jahren (1968–1971) jeweils Platzierungen im vorderen Mittelfeld, 1972, 1973 und 1974 hingegen entging man nur knapp dem Abstieg. Die Einführung der 2. Bundesliga betrachtete die Vereinsführung wegen der erhöhten finanziellen Anforderungen mit einiger Skepsis, jedoch gelang ihr mit der Verpflichtung des 33-jährigen Lothar Emmerich ein spektakulärer Transfer, der sich sportlich auszahlen sollte. Die von Istvan Sztani trainierte Mannschaft konnte sich 74/75 in der Spitzengruppe etablieren und belegte am Ende punktgleich hinter dem FK Pirmasens den dritten Platz. So sah man, trotz finanzieller Sorgen, der Saison 1975/76 sportlich einigermaßen gelassen entgegen. Doch die Mannschaft blieb weit hinter den Erwartungen zurück und belegte ab dem zehnten Spieltag einen Abstiegsplatz. Der von vielen erhoffte Saisonendspurt, der in der Vergangenheit mehrfach in letzter Sekunde den Klassenerhalt gebracht hatte, blieb aus. Damit endete 1976 eine bemerkenswerte sportliche Kontinuität: Sieht man von der verpassten Qualifikation zur Bundesliga 1963 ab, war der FC 05 nach 55 Jahren erstmals abgestiegen.
Jahr
Liga
Platz
Tore
Punkte
19631964 Regionalliga Süd 7. Platz 82:55 43:33
1964/1965 Regionalliga Süd 15. Platz 49:55 32:40
1965/1966 Regionalliga Süd 1. Platz 74:39 49:19
1966/1967 Regionalliga Süd 10. Platz 43:47 34:34
1967/1968 Regionalliga Süd 5. Platz 55:48 41:27
1968/1969 Regionalliga Süd 6. Platz 67:53 36:32
1969/1970 Regionalliga Süd 5. Platz 78:59 42:34
1970/1971 Regionalliga Süd 6. Platz 73:58 40:32
1971/1972 Regionalliga Süd 12. Platz 56:62 32:40
1972/1973 Regionalliga Süd 14. Platz 54:72 31:37
1973/1974 Regionalliga Süd 15. Platz 39:54 29:39
1974/1975 2. Bundesliga Süd 3. Platz 65:59 48:28
1975/1976 2. Bundesliga Süd 18. Platz 50:72 26:50
1950
1950

1945–1963 – Oberliga Süd

Als „graue Maus“ aus der kleinsten Oberliga-Stadt belegte der FC 05 in der Zuschauertabelle mit einem Schnitt von 5000 bis 6000 Zuschauern häufig den letzten Platz. Bestbesuchte Spielzeiten waren die Saison 1952/53 mit 9200 und 1951/52 mit 8400 Zuschauern. Allerdings war Schweinfurt auch einer von nur sechs Vereinen, die es schafften, in allen 18 ausgetragenen Saisonen der Oberliga zu spielen. In der ewigen Tabelle liegt Schweinfurt auf Platz 8, vor dem TSV 1860 München. Spieler mit den meisten Einsätzen in der Oberliga Süd waren Ludwig Merz (384), Erwin Aumeier (320), Karl „Molli“ Kupfer (Kupfer II) 292, Walter Lang (288), Fritz Käser (278) und Christof Schmitt (261). Rekordtorschützen sind Erwin Aumeier (76) und Jakob Lotz (71).
Jahr
Liga
Platz
Tore
Punkte
1945/1946 Oberliga Süd 7. Platz 55:40 33:27
1946/1947 Oberliga Süd 9. Platz 56:46 40:36
1947/1948 Oberliga Süd 13. Platz 49:53 34:42
1948/1949 Oberliga Süd 10. Platz 46:56 29:31
1949/1950 Oberliga Süd 12. Platz 38:38 25:35
1950/1951 Oberliga Süd 7. Platz 69:57 36:32
1951/1952 Oberliga Süd 14. Platz 32:56 24:36
1952/1953 Oberliga Süd 5. Platz 40:51 32:28
1953/1954 Oberliga Süd 8. Platz 53:50 28:32
1954/1955 Oberliga Süd 3. Platz 52:44 37:23
1955/1956 Oberliga Süd 8. Platz 53:53 30:30
1956/1957 Oberliga Süd 12. Platz 41:68 24:36
1957/1958 Oberliga Süd 8. Platz 51:48 29:31
1958/1959 Oberliga Süd 10. Platz 47:59 25:35
1959/1960 Oberliga Süd 12. Platz 48:64 25:35
1960/1961 Oberliga Süd 14. Platz 42:54 25:35
1961/1962 Oberliga Süd 14. Platz 39:63 22:38
1962/1963 Oberliga Süd 11. Platz 43:53 26:34
1940
1940

1933–1945: Gauliga Bayern

Schweinfurt 05 zählte in der neuen höchsten Spielklasse zwar stets zu den ambitionierten Mannschaften, die Liga wurde aber in den ersten Jahren vor allem vom 1. FC Nürnberg dominiert. Erst als die Schweinfurter Eigengewächse und Nationalspieler Andreas Kupfer und Albin Kitzinger zur Hochform aufliefen konnte, die Mannschaft in der Saison 1938/39 erstmals den bayrischen Meistertitel erringen und zog zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft ein. Dort scheiterte der 1. FC nur äußerst knapp am punktgleichen Dresdner SC. Im Kriegsjahr 1941/42 holte sich der FC erneut den Gaumeistertitel, schied in der Endrunde aber bereits im ersten Spiel aus. Von 1943 an trat die Mannschaft in einer Kriegsspielgemeinschaft mit dem Luftwaffen SV Schweinfurt als KSG Schweinfurt an.
Saison
Platz
Platz
Tore
Punkte
1933/1934 Gauliga Bayern 4. Platz 38:37 26:18
1934/1935 Gauliga Bayern 3. Platz 42:29 25:15
1935/1936 Gauliga Bayern 4. Platz 37:31 18:18
1936/1937 Gauliga Bayern 2. Platz 44:29 24:12
1937/1938 Gauliga Bayern 7. Platz 29:40 17:19
1938/1939 Gauliga Bayern 1. Platz 37:27 23:13
1939/1940 Gauliga Bayern 3. Platz 49:17 25:11
1910/1941 Gauliga Bayern 8. Platz 38:32 20:24
1941/1942 Gauliga Bayern 1. Platz 77:26 36:8
1942/1943 Gauliga Bayern 2. Platz 85:21 32:8
1943/1944 Gauliga Bayern 5. Platz 41:40 20:16
1944/1945
1930
1930

1905–1933: Von der C-Klasse bis in die Gauliga Bayern

Der 1. FC Schweinfurt 05 wurde am 5. Mai 1905 gegründet. Die Mitglieder kamen vorwiegend aus der bürgerlichen Mittelschicht. Als Sportplatz diente eine von der Stadt überlassene Wiese am Hutrasen. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs gelang der Aufstieg von der C- über die B- in die A-Klasse. Ab 1919 stand ein neuer Sportplatz an der Ludwigsbrücke zur Verfügung. Nach nur einem Jahr in der (Franken-)"Liga" (u.a. mit 1. FC Nürnberg, SpVgg Fürth, 1. FC 01 Bamberg, Würzburger Kickers) musste man wieder absteigen. Der Fortbestand des Vereins war ungewiss, von Februar 1921 bis 19. September 1923 hatte man sich der TG 1848 Schweinfurt angeschlossen. Ab 1925 spielte der FC 05 in der Kreisliga Unterfranken. Höhepunkt in jener Zeit war das 1929 auf neutralem Platz in Bamberg vor über 1000 Zuschauern mit 4:1 gewonnene Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den Lokalrivalen VfR 07 Schweinfurt. Der mit aller Macht angestrebte Aufstieg in die Bezirksliga (Nordbayern) als der damals höchsten Klasse gelang jedoch erst 1931. Der dritte Platz in der Bezirksliga hinter dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Fürth brachte 1933 die Qualifikation für die neu geschaffene Gauliga Bayern.
1905
1905

Gründung

Am 5. Mai 1905 wurde durch die Gründung des 1. FC Schweinfurt 1905, heute unter dem Namen „Schnüdel“ bekannt, der Grundstein für den fränkischen Traditionsverein gelegt. Der Verein gehört zu den bekanntesten Sportvereinen in Deutschland. Vor allem im Fußball machten sich die „Grünweißen“ einen Namen und genießen bis heute einen ausgezeichneten Ruf.
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