Auftaktniederlage beim FC Viktoria Köln
Lange verteidigten unsere Schnüdel defensiv sehr diszipliniert und konnten sich immer wieder gute Umschaltmomente erarbeiten. Am Ende war es aber ein Doppelschlag der Kölner, der unserer Mannschaft am Ende das Genick brechen sollte. Dennoch war eine Erkenntnis daraus, dass man auch in der 3. Liga absolut mithalten kann und am Ende noch feinere Nuancen ausschlaggebend sein werden für Sieg, Remis oder Niederlage.
Ereignisarme erste Halbzeit
Gleich zu Beginn eigneten sich die Kölner ein Übergewicht an Ballbesitz an, konnten daraus aber in der ersten Halbzeit fast keinen Profit daraus schlagen. Zwei Mal mussten die Schnüdel eine Chance der Kölner in Halbzeit Eins hinnehmen, als zunächst nach einer Ecke Lobinger über das Tor zielte (8.). Zwei Zeigerumdrehungen später selbiger Akteur mit einer weiteren Chance, doch sein Abschluss konnte gerade noch so abgeblockt werden.
Auf der anderen Seite waren unsere Nullfünfer gelegentlich bei Umschaltmomenten gefährlich, die man aber oftmals zu unsauber ausspielen sollte. Vor der Pause keimte nur kurzzeitig Hoffnung im Lager der Gäste auf, als sich Michael Dellinger nach 44 Minuten gut gegen zwei seiner Gegenspieler durchsetzen konnte, woraufhin er aber den Halt verlor und die aussichtsreiche Sequenz für die Schweinfurter verpuffte. Mehr sollte in einer ereignisarmen ersten Halbzeit aber nicht passieren, als sich die Teams folglich mit einem torlosen Remis begnügen mussten.
Kölner Doppelschlag in der besten Schweinfurter Phase
Der zweite Durchgang sollte dann mehr Inhalte bieten, als es noch in den ersten 45 Minuten der Fall war. Zunächst war es Johannes Geis für unsere Farben mit dem ersten Abschluss nach 48 Minuten, den Eduardo Dos Santos Haesler gerade so entschärfen konnte. Ebenso auf der Gegenseite Otto, der mit seinem Distanzschuss nach 55 Zeigerumdrehungen den Ball nicht im Tor unterbringen konnte.
Die Schweinfurter begannen sehr gut im zweiten Abschnitt und hatten die ersten 15 Minuten deutliches Oberwasser. In ihrer besten Phase des Spiels kam aber nicht viel dabei herum, bis auf den Distanzschuss durch Geis. Ansonsten war das Offensivspiel der Schnüdel nicht durchschlagskräftig genug, um sich weitere Torraumszenen zu erarbeiten.
Nach 61 Minuten, mitten in die sehr gute FC-05-Phase, dann der Führungstreffer für die Viktoria. Erst scheiterte Otto noch am gut reagierenden Toni Stahl, den Abpraller brachte dann Lobinger im Schweinfurter Tor unter (1:0, 61.). In dieser Phase waren dann die Gastgeber voll da und konnten nur wenig später das zweite Tor nachlegen. Erneut war der auffällige Otto im Zentrum des Geschehens, dessen Steckpass der eingelaufene Handle aus spitzem Winkel vollenden konnte.
Der zweite Gegentreffer war dann der Genickbruch für die Mannschaft von Victor Kleinhenz. Doch eine kleine Hoffnung sollte nochmal in den Schlussminuten aufkeimen. Nach 78 Minuten scheiterte Johannes Geis mit einem Freistoß an Dos Santos Haesler, nur acht Zeigerumdrehungen später bekam der eingewechselte Schnüdel Jakob Tranziska einen Foulelfmeter zugesprochen, als er von seinem Gegenspieler zu arg am Trikot festgehalten wurde. Doch Erik Shuranov scheiterte an Dos Santos Haesler im heimischen Tor, der letzte Zweifel am Sieg der Heimelf damit ausräumen konnte.
Das sagt unser Cheftrainer Victor Kleinhenz nach dem Spiel: „Aktuell sind es gemischte Gefühle in mir. Auf der einen Seite enttäuscht über das Ergebnis, denn ich finde schon, dass man gemerkt hat, dass der Respekt in der ersten Halbzeit extrem groß war. Wir haben uns noch viel versteckt, gerade nach eigenen Ballgewinnen. Da hat uns noch etwas Ruhe gefehlt. Das ist uns aber in der zweiten Halbzeit besser gelungen in der ersten viertel Stunde nach der Pause. Die Phase ist uns extrem gut gelungen und das ist natürlich schon schade, dass genau in dieser Phase der Gegner uns eiskalt bestraft mit dem Doppelschlag. Daran müssen wir uns in der Liga gewöhnen, dass man sich keine Auszeiten nehmen kann und dass es um Kaltschnäuzigkeit geht.“
Die Statistik
Köln: Dos Santos Haesler – Dietz, Greger, Sticker – Wolf, Münst (79. Popp) – Pledl (79. Tonye), Velasco (66. Eisenhuth), Otto, Handle – Lobinger
Schweinfurt: Stahl – Zeller, Meißner (81. Tranziska), Trslic (81. Piwernetz), Krätschmer – Geis, Angleberger (62. Fery) – Müller, Latteier (74. Bausenwein), Endres – Dellinger (62. Shuranov)
Schiedsrichter: Jarno Wienefeld
Zuschauer: 3287
Tore: 1:0 Lex Tyger Lobinger (61.), 2:0 Simon Handle (71.)





