Bittere Heimpleite des FC05 gegen Waldhof Mannheim
Mit 2:3 unterlag die Mannschaft von Victor Kleinhenz vor knapp 4000 Zuschauern in der Riedel Bau Arena im Sachs-Stadion. Die Schnüdel hatten viele gute Phasen im Spiel, wobei man vor allem nach den ersten zehn Minuten bis zur Pause sehr gut im Spiel war. Dennoch verpasste man es, sich für den Aufwand zu belohnen und man musste am Ende eine bittere Niederlage schlucken, die sicherlich vermeidbar war.
Nach der jüngsten 0:2-Niederlage beim F.C. Hansa Rostock wollte man bei den Schnüdeln zurück in die Erfolgsspur, um das rettende Ufer noch nicht weiter aus den Augen zu verlieren. Das letzte Heimspiel, das vor der Länderspielpause gegen die TSG 1899 Hoffenheim II gewonnen wurde, sollte in Erinnerung gerufen werden und den selben Kampf dem SV Waldhof Mannheim entgegenbringen. Die Mannheimer hingegen gewannen vergangene Woche nach der Länderspielpause Ihr Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden, nachdem man zuvor vor der Länderspielunterbrechung zwei Auswärtsniederlagen bei der TSG 1899 Hoffenheim II (2:0) und dem MSV Duisburg (2:1) hinnehmen musste. Victor Kleinhenz veränderte seine Startelf nur auf einer Position – Nick Doktorczyk kam in die Partie für Luca Trslic. Auf der anderen Seite brachte Luc Holtz mit Michel, Ferati und Shipnoski drei neue Kräfte für die Startformation, während Yigit, Diakhaby und Iwe auf der Bank Platz nehmen mussten.
Schnüdel nach verschlafenen ersten zehn Minuten voll auf der Höhe
Auch in Schweinfurt begann das Spiel mit zwölf Minuten Schweigen auf den Rängen aufgrund der angedrohten Maßnahmen der Innenministerkonferenz, die vom 03. bis 05. Dezember stattfinden wird. Das Spiel begann sportlich vielversprechend aus Sicht der Gäste. Mannheim startete deutlich agiler und wacher. Die Holtz-Mannen konnten dann direkt Ihre erste Chance zum Führungstreffer nutzen. Nach einem guten Solo von Okpala scheiterte er noch an Toni Stahl, Terrence Boyd schob den Abpraller dann nach vier Minuten zum 0:1 für den SV Waldhof in die Maschen.
Das war dann auch gleichzeitig der Weckruf für die heimischen Schnüdel, die nach knapp zehn Minuten zunehmend die Spielkontrolle erlangen sollten. Die Hausherren kämpften sich nach der frühen kalten Dusche zurück in die Partie, die aufgrund vieler Foulspiele unterbrochen wurden. Manuel Wintzheimer hatte für die Schnüdel nach 13 Minuten den ersten Abschluss, doch der SVW-Schlussmann Thijmen Nijhuis hatte keinerlei Abwehrprobleme. Wenn die Vorstöße der Heimelf gefährlich wurden, dann meist über Joshua Endres oder Außenverteidiger Nick Doktorczyk, der sich immer wieder mutig mit nach vorne einschaltete. Entweder haperte es aber am letzten Pass, oder wurden die Abschlüsse abgeblockt. So auch bei Kristian Böhnleins Versuch nach 40 Minuten, als er es ähnlich wie gegen Hoffenheim II nach einem Abpraller aus zweiter Reihe probierte. Diesmal war aber ein Mannheimer Verteidiger per Kopf zur Stelle und konnte noch gerade so den Abschluss entschärfen. Auch in der 42. Minute Kristian Böhnlein nach einem Standard in Szene gesetzt, der Ausgleichstreffer sollte für die Schnüdel aber auch in diesem Moment nicht fallen.
So blieb es zur Pause beim 0:1 für den SV Waldhof Mannheim, die sich selbst in der Offensive aber kaum mehr zu Wort meldeten nach dem frühen Führungstreffer durch Terrence Boyd. Auf der Gegenseite hätte Schweinfurt an den Spielanteilen gemessen, den Ausgleichstreffer durchaus verdient gehabt.
Bitteres Ende für unsere Mannschaft
Der zweite Durchgang hatte deutlich mehr an Offensivsequenzen zu bieten. Zunächst tasteten sich beide Mannschaften zwar noch ab, doch Schweinfurt konnte mit dem ersten nennenswerten Angriff den Ausgleichstreffer erzielen. Dieser war auch dem Spielverlauf entsprechend verdient zu diesem Zeitpunkt. Michael Dellinger leitete über die linke Seite klasse ein und steckte durch zu Manuel Wintzheimer. Dieser wiederum quer zu Ekin Celebi, der einen Doppelpass mit dem Pfosten spielte und zum 1:1 einschieben konnte (52.).
Doch direkt nach Wiederbeginn dann die prompte Antwort der Gäste. Okpala traf nach einem Solo in der 53. Minute zum 1:2 und brachte die Mannheimer erneut in Führung. Im Anschluss nahm die Begegnung deutlich an Intensität zu. Der Unparteiische teilte auch in der zweiten Halbzeit noch einige Karten aus, was dem Spielfluss nicht unbedingt zu Gute kam. Am Ende waren es zehn persönliche Strafen für die Akteure, dazu die Verwarnung für Schnüdel-Trainer Victor Kleinhenz in der Schlussphase der Begegnung. Das bremste den Spielfluss so etwas, als zunächst keine wirklich zwingenden Chancen zustande kommen sollten. Okpala hatte in der 68. Minute die nächste gute Offensivszene für die Gäste, doch sein Kopfball ging knapp am heimischen Gehäuse vorbei.
Im Anschluss kamen die Schnüdel dann wieder deutlich besser auf und erzielten den erneuten Ausgleichstreffer. Nach einer Flanke von Ekin Celebi nickte der zwischenzeitlich eingewechselte Jakob Tranziska den Ball an die Latte. Pius Krätschmer war Nutznieser beim Abpraller und drückte das Rund zum 2:2 in die Maschen (76.). Erneut sollte die Führung aber wieder nicht lange halten. Nach einer Ecke stellte Terrence Boyd per Flugkopfball in der 83. Minute auf 2:3 und brachte den SVW zum dritten Mal in Front.
Danach warfen die Schnüdel alles nach vorne, hatten erst noch Glück, dass Okpala nicht für die Entscheidung sorgte (87.) und dann Pech, dass Nijhuis im Tor der Gäste per Glanzparade gegen den Abschluss von Jakob Tranziska den knappen Vorsprung für seine Farben festhielt (90+4).
FC Schweinfurt 05 – SV Waldhof Mannheim 2:3 (0:1)
Schweinfurt: Stahl – Doktorczyk (64. Langhans), Meißner, Zeller (86. Shuranov), Krätschmer – Celebi, Böhnlein (86. Obiogumu), Geis, Endres – Wintzheimer, Dellinger (64. Tranziska).
Mannheim: Nijhuis – Klünter, Sechelmann, Hoffmann, Abifade – Michel (90.+4 Masca), Sietan (46. Rieckmann) – Shipnoski (58. Iwe), Ferati (46. Diakhaby) – Okpala, Boyd (88. Karbstein).
Schiedsrichter: Sebastian Hlsberg. Zuschauer: 3882. Tore: 0:1 Terrence Boyd (4.), 1:1 Ekin Celebi (52.), 1:2 Kennedy Okpala (53,), 2:2 Pius Krätschmer (76.), 2:3 Terrence Boyd (83.).






