Bittere Niederlage für die Schnüdel an der Ostsee
24473 Zuschauer sahen den 2:0-Heimsieg des F.C. Hansa Rostock über den 1. FC Schweinfurt 05. Die Mannschaft von Daniel Brinkmann hatte über die gesamte Spielzeit gesehen mehr Torchancen, mit etwas mehr Fortune hätten aber auch die Schnüdel in Führung gehen können zwischenzeitlich. Am Ende entschieden zwei späte Rostocker Tore das Spiel zu Gunsten der Hansestädter.
Vor dem Spiel war der F.C. Hansa Rostock seit fünf Spielen ungeschlagen. Vor der Länderspielpause sammelte die Mannschaft von Daniel Brinkmann ordentlich Selbstvertrauen mit dem 0:5-Auswärtssieg beim SSV Ulm. Dementsprechend gewarnt durfte man im Lager der Schnüdel sein, die selbst beim jüngsten Spiel vor der Länderspielunterbrechung den ersten Heimsieg der Saison einfahren konnten beim 2:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim II. Mit diesem Selbstvertrauen fuhr man nach Rostock und machte es auch über weite Strecken nicht schlecht gegen die Hanseaten, die aber am Ende doch noch das Spiel auf Ihre Seite ziehen konnten. Daniel Brinkmann veränderte seine Mannschaft im Vergleich zur Gala-Vorstellung in Ulm nur auf einer Position, als er Dirkner für Harenbrock von Beginn an brachte. Auf der Gegenseite stellte Victor Kleinhenz zwei Mal um im Vergleich zum Hoffenheim-Spiel: Lucas Zeller und Michael Dellinger starteten für Nick Doktorczyk und Jakob Tranziska.
Nach Riesenchance durch Joshua Endres kamen die Rostocker immer besser im Spiel
Aufgrund der landesweiten Fanprotesten gegen neue Sicherheitspläne des Innenministeriums war es in den ersten zwölf Minuten stimmungstechnisch leise im Ostseestadion. Beide Mannschaften tasteten sich in den ersten Momenten des Spiels ab. Hansa wirkte etwas fahrig zu Beginn, während die Schnüdel es immer wieder mit guten Umschaltmomenten versuchten. Einer davon führte zu einer Riesenchance für Schweinfurts Joshua Endres. Nach zwölf Minuten scheiterte er aber an der Fußabwehr von Rostocks Schlussmann Uphoff. Im Anschluss wachten dann die Ostseestädter immer besser auf und fanden immer besser ins Spiel. Kristian Böhnlein rettete nach 22 Minuten gegen den geschlagenen Toni Stahl beim Abschluss von Benno Dietze. Wenig später war Stahl klasse bei einem Fallrückzieher von Rostocks Kapitän Pfanne zur Stelle (25.) Auch bei der anschließenden Ecke beim Kopfballversuch von Voglsammer war Stahl gut zur Stelle, Dietze setzte den Abpraller dann knapp am Pfosten vorbei (26.). Die beste Phase der Rostocker in diesen Minuten der ersten Halbzeit, als Benno Dietze nach 31 Minuten das 1:0 verpasste. Zwei Minuten vor der Pause war es dann Rostocks Voglsammer, der den Ball knapp über das Schweinfurter Gehäuse schlenzte. Wenig später fand er seinen Meister in Toni Stahl (45.), Carstens nickte die anschließende Ecke über das Schweinfurter Tor (45+1.). Zwischendurch hatte Joshua Endres noch eine Möglichkeit für die Schnüdel, konnte die Gäste aber nicht in Führung bringen nach 41 Minuten. Mehr sollte in der ersten Halbzeit nicht passieren, als beide Mannschaften sich mit einem torlosen Remis begnügen mussen nach den ersten 45 Minuten.
Ekin Celebi mit der ersten Möglichkeit der zweiten Halbzeit nach 53 Minuten
Der zweite Durchgang begann ebenfalls verhalten, wie schon die erste Halbzeit begonnen hatte. Erneut war es die Mannschaft von Victor Kleinhenz, die sich zuerst vor dem gegnerischen Tor anmeldete. Benjamin Uphoff rettete aber im Hansa-Tor vor dem durchgebrochenen Ekin Celebi nach 53 Minuten. Auf der anderen Seite mühten sich die Brinkmann-Schützlinge vor den knapp 25000 Zuschauern zum Führungstreffer, doch mehr als ein Abschluss von Faktic nach 58 Minuten sollte für die Mannen von der Ostsee nicht herumkommen. In der Folgezeit drückte Rostock zunehmend auf den Führungstreffer, die Gäste aus Schweinfurt konnten sich zwar ab und an noch befreien, ließen aber entscheidende Genauigkeit im letzten Drittel vermissen. Hansa konnte sich Mitte der zweiten Halbzeit nur Halbchancen erspielen, als die Schweinfurter weiterhin diszipliniert verteidigten und in der ein oder anderen Situation auch das Glück des Tüchtigen hatten. In der 78. Minute ging dann Rostock mit 1:0 in Führung, als Sechser Schuster mit seinem abgefälschten Schuss die Kogge in Front bringen konnte. Der eingewechselte Kinsombi hatte dann nach 86 Minuten eine dicke Möglichkeit zum 2:0, doch er traf nur den Schweinfurter Querbalken. Im direkten Gegenzug war es dann ein langer Ball, welcher den eingewechselten Jakob Tranziska erreichte. Er wurde vom heimischen Schlussmann Benjamin Uphoff mit beiden Fäusten am Kopf getroffen, der fällige Elfmeterpfiff von Fabienne Michel blieb allerdings aus. Mit der letzten Szene des Spiels konnte dann der F.C. Hansa auf 2:0 stellen, als der eingewechselte Holten nach guter Vorarbeit von Mejdr nur noch Formarbeit leisten musste. So endete das Gastspiel in Rostock mit einer 2:0-Niederlage. Ein Punkt hätte den Schnüdeln sicherlich gut zu Gesicht gestanden, wäre auch mit Betrachtung des Spielverlaufs möglich gewesen, auch wenn die Rostocker im ersten Abschnitt einige Chancen liegen gelassen hatten.
Hansa Rostock – 1. FC Schweinfurt 1905 2:0 (0:0)
Rostock: Uphoff – Mejdr, Pfanne, Carstens, Bergh – Schuster – Dietze (90.+1 Stock), Dirkner (66. Kinsombi), Hatkic – Voglsammer (80. Krauß), Naderi (80. Holten).
Schweinfurt: Stahl – Zeller, Meißner, Trslic, Krätschmer – Celebi (87. Grimbs), Böhnlein (87. Angleberger), Geis, Endres (75. Bausenwein) – Wintzheimer (75. Luque Notaro), Dellinger (60. Tranziska).
Schiedsrichter: Fabienne Michel. Zuschauer: 24.473. Tore: 1:0 Marco Schuster (78.), 2:0 Emil Frost Holten (90.+4).







