Bittere Niederlage zum Heim-Auftakt
Mit 0:2 (0:0) verlieren wir unser erstes Heimspiel in der 3. Liga gegen den FC Energie Cottbus vor 9261 Zuschauern. Trotz einer beherzten, kämpferischen Leistung reichte es für die Mannschaft von Victor Kleinhenz am Ende nicht für Zählbares.
Die Partie startete sehr gut für unseren FC 05. Nach fünf Minuten war es ein Freistoß von Johannes Geis, den ein Cottbuser Verteidiger im eigenen Sechzehner unterschätzte. Aus halblinker Position schlenzte dann Luca Trslic mit viel Pech nur an den Innenpfosten, als die Lausitzer im Glück waren. Auf der Gegenseite hatte Butler den ersten Abschluss für Cottbus, der aber seinen Meister in Toni Stahl im heimischen Tor finden sollte (17.). Borgmann hatte lediglich einen Abschluss noch im ersten Durchgang für den FC Energie, als aber schon die Nachspielzeit der ersten Halbzeit lief. Mehr gab es aber nicht an Torchancen im ersten Abschnitt, die mit einem torlosen Resultat ein Ende finden sollte. Cottbus hatte zwar mehr Torannäherungen, jedoch nicht einen Hochkaräter, wie Ihn Luca Trslic nach fünf Minuten bereits hatte.
Im zweiten Durchgang wurde es dann deutlich ausgeglichener, waren doch die Gäste aus der Lausitz im ersten Abschnitt das aktivere Team. Schweinfurt konnte sich steigern. Wintzheimer (50.) und Krätschmer (51.) hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit erste Momente, die aber nicht zwingend genug waren. Auf der Gegenseite war immer wieder Tolga Cigerci von den Cottbusern gesucht wurden, er konnte sich aber nur selten durchsetzen. Nach 66 Minuten musste der FC05 nach der gelb-roten Karte von Johannes Geis in Unterzahl agieren, als der Unparteiische Ihn nach Foul gegen Tattermusch des Feldes verwies. Nach 72 Minuten dann eine dicke Möglichkeit für Cottbus. Toni Stahl rettete im letzten Moment gegen Leon Guwara per Fußabwehr, als der Führungstreffer für den FC Energie in der Luft lag. In anschließender Phase hatten die Schweinfurter dann nur wenig Entlastungsmomente nach vorne, noch schwerer wurde es nach der erneuten gelb-roten Karte für Michael Dellinger in der 82. Minute, als er gegen Campulka mit offener Sohle zu Werke ging. Zu Neunt war dann weiterhin klar festzustellen, dass die heimischen Mannen Ihr Herz auf dem Platz ließen und keinesfalls klein bei geben wollten. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit dann Bethke mit klasse Reflex im Gästetor beim Schuss von Pius Krätschmer, der wohl im Winkel eingeschlagen hätte. Die Schnüdel warfen auch zu Neunt alles rein, um auch in der sechsminütigen Nachspielzeit den Punkt sichern zu können. In der 95. Minute ein Entlastungsangriff über Latteier, als der Abschluss von Piwernetz am Ende nur abgeblockt wurde im letzten Moment. Doch im direkten Gegenzug Tim Campulka mit dem Lucky-Punch für die Gäste, als er den Ball im Gewühl nach Hereingabe von der linken Seite im Zentrum über die Linie drücken konnte (90+5 – 0:1). Im Anschluss warf Schweinfurt alles nach vorne. Als bei einem Standard Toni Stahl mit nach vorne gekommen war, setzte Cottbus noch einen Konter, den Can Moustfa zum 0:2 in der 99. Minute vollenden konnte. Das war dann auch der Schlusspunkt eines nervenaufreibenden und packenden Drittliga-Auftakts in der Riedel Bau Arena im Sachs-Stadion.
Schweinfurt: Stahl – Zeller, Meißner, Trslic, Krätschmer – Geis, Angleberger – Müller (80. Piwernetz), Wintzheimer (69. Latteier), Endres (69. Böhnlein) – Tranziska (27. Dellinger).
Cottbus: Bethke – Rorig, Campilka, Guwara, Awortwie-Grant – Hofmann (67. Boziaris), Pelivan – Butler (90.+2 Hajrulla), Borgmann (80. Moustfa), Cigerci – Engelhardt (67. Tattermusch).
Schiedsrichter: Justin Hasmann. Zuschauer: 9261
Tore: 0:1 Tim Campulka (90.+5), 0:2 Can Mustfa (90.+8).
Gelb-Rot: Geis (66.), Dellinger (83.) / –
Trainerstimme von Victor Kleinhenz (Trainer 1. FC Schweinfurt 05): „Glückwunsch zum Sieg an Cottbus. Die Niederlage tut extrem weh. Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und hatten eine gute Struktur in Ballbesitz. Danach hat Cottbus mit ein, zwei Verletzungsunterbrechungen unseren Rhythmus gebrochen. Das haben sie clever gemacht und das Spiel war offen. Da ist die Qualität im Eins-gegen-Eins schon herausragend. Sie sind mehrmals zur Grundlinie durchgebrochen. Da hatten wir einige Male Glück. Nach der Pause kommen wir wieder richtig gut rein. Eine Aktion bricht uns dann das Genick. Das nehme ich auf mich, dass ich nicht reagiert habe und den Erfahrenen Mike und Geisi, die beide sehr wichtig für unser Spiel sind, zu viel Vertrauen geschenkt habe. Wie die Jungs in Unterzahl gefightet haben, sich in jeden Ball geschmissen haben, war à la bonne heure. Wir haben noch die große Chance durch Pius Krätschmer. Den Gegentreffer kassieren wir dann in der 95. Minute. Ähnlich wie letzte Woche sagt mir mein Gefühl, dass wir wettbewerbsfähig sind. Aber das bringt uns nichts, wenn wir dabei sind, aber keine Punkte holen. Das muss die Message sein für die nächsten Wochen, dass wir und ganz ganz dringend belohnen müssen, dass der Glaube an ein erneutes Wunder aufrecht bleibt.“






