Déjà-vu aus dem Hinspiel
Ähnlich wie schon im Hinspiel in Schweinfurt, als wir mit 0:1 spät unterlegen waren, endete unser vergangenes Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden am vergangenen Samstag. Am Ende hieß es 2:0 für die Mannschaft der Stunde in Liga 3, die uns spät den Zahn zogen und die drei Punkte zu Hause behalten konnten. Unsere Mannschaft war vor allem in der zweiten Halbzeit offensiv einige Male gefährlich und es lag der Führungstreffer das ein oder andere Mal in der Luft.
Im Vergleich zum 1:1 in Essen wechselte Wiesbaden-Trainer Daniel Scherning auf zwei Positionen in der Angriffsreihe: Für Schleimer und Flotho rückten Johansson und der Matchwinner aus dem Hinspiel Agrafiotis in die Startelf. Schweinfurts Trainer Victor Kleinhenz nahm nach der 0:1-Niederlage gegen Regensburg vier Änderungen vor: Osawe, Zeller, Latteier, und Wintzheimer starteten für Celebi, Böhnlein, Endres und Bausenwein.
In der ersten Halbzeit sollte nicht viel passieren in den Strafräumen. Wiesbaden war zwar spielbestimmend, ohne sich aber wirklich zwingende Torraumszenen erspielen zu können. Nach 13 Minuten eigentlich der größte Aufreger in der Partie, als SVWW-Kapitän Kaya im Sechzehner von Devin Angleberger und Pius Krätschmer in die Zange genommen wurde. Referee Justin Hartmann ließ aber zum Entsetzen der Heimelf weiterlaufen. Im weiteren Verlauf von Durchgang Eins waren die Gastgeber zwar aktiver und spielbestimmender, konnten daraus aber nicht wirklich Kapital schlagen. So endete ein erster Durchgang mit seltenen Offensivmomenten unseres FC05 torlos.
Nach der Pause kamen beide Mannschaften dann direkt zu guten Offensivmomenten. Erst scheiterte Gözüsirin für Wiesbaden mit seinem Abschluss an Maximilian Weisbäcker, der abtauchen konnte und den Flachschuss entschärfte (49.). Wenig später scheiterte Start-Elf-Debütant Winners Osawe am SVWW-Schlussmann nach 54 Minuten, was eine gute Chance für unsere Mannschaft darstellte. Im weiteren Spielverlauf flachte die Partie erneut ab, beide Teams kamen nur sehr spärlich ins letzte Drittel. Nach einigen Wechseln und Gelben Karten brach die Crunchtime an und es roch nach einem torlosen Remis. Doch die Geschichte aus dem Hinspiel sollte sich für unsere Mannschaft leider wiederholen: An der linken Eckfahne flankte Greilinger auf den eingewechselten Flotho, der am ersten Pfosten aus kurzer Distanz den Fuß hinhielt und ins kurze Eck zum 1:0 traf (88.). Und nur wenige Momente später folgte der Doppelschlag für die Hausherren. Erneut über die linke Außenbahn zog Flotho nach innen, flankte vom Strafraumeck auf den zweiten Pfosten, wo der erst 18-jährige Ati Allah wartete und zum 2:0 einnetzte (90.). Bei seinem Torjubel konnte Ati Allah sein Glück kaum fassen, während die gesamte Wiesbadener Mannschaft ihren Youngster für dessen Drittliga-Premierentor feierte.






