Der Bann ist gebrochen: Endlich der erste Schnüdel-Heimsieg
Am 14. Spieltag war es endlich soweit: Unsere Schnüdel konnten den ersten Heimsieg der Drittligasaison gegen die TSG 1899 Hoffenheim II einfahren. Gegen die bis dahin beste Auswärtsmannschaft der Liga glückte der Mannschaft von Victor Kleinhenz im siebten Anlauf zu Hause ein 2:1-Arbeitssieg, der unter dem Strich nicht unverdient war.
Nach der knappen 1:2-Niederlage in Essen baute Victor Kleinhenz seine Startformation nur auf einer Position um: Ekin Celebi startete für den verletzten Sebastian Müller, der sich in Essen einen Kreuzbandriss zuzog. Auf der anderen Seite schicke der Hoffenheimer Trainer und Ex-Schnüdel Stefan Kleineheismann Hör, Labes, Llugiqi und Dagdeviren neu ins Rennen für Erlein, Lässig, Mokwa und Amaimouni-Echghouyab.
Die Begegnung brauchte unter dem Strich einige Momente, um Fahrt aufzunehmen. In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften weitesgehend im Mittelfeld ab. Unsere Mannschaft machte es den Gästen mit guter Defensivarbeit sehr schwer. Man verdichtete die Räume gut und sorgte dafür, dass die ansonsten so spielfreudige TSG-Offensive überhaupt nicht in Tritt kam. Einzig Deniz Zeitler hatte den ein oder anderen Moment für die Gäste in der Anfangsphase, konnte sich aber auch keine wirklich zwingende Aktion erspielen. Auf der anderen Seite zeigten sich unsere Schnüdel in der Offensive sehr effektiv. Nach einer abgewehrten Ecke fasste sich Mittelfeldmotor Kristian Böhnlein nach 28 Minuten ein Herz und wuchtete den Ball volley zur 1:0-Führung ins rechte untere Eck des TSG-Tores. Auf der Gegenseite vergab Zeitler eine Top-Chance zum Ausgleichstreffer, als Toni Stahl den Winkel gut verkürzen konnte und der TSG-Angreifer seinen besser postierten Mitspieler Hennrich übersah. In der 44. Minute dann Schweinfurt mit dem 2:0. Nach einem guten langen Ball von Luca Trslic über die TSG-Kette war Joshua Endres auf und davon. Die Hoffenheimer spekulierten auf Abseits, doch die Fahne des Assistenten blieb unten. Endres überwand den Gästekeeper mit einem cleveren Heber und stellte auf 2:0. Doch die jungen Gästeakteure gaben nicht auf und konnten vor der Pause noch auf 2:1 verkürzen. Nach einer guten Kombination setzte Llugiqi Hennrich gut in Szene, der dann vor Toni Stahl eiskalt blieb und mit dem Pausenpfiff noch den TSG-Anschluss herbeiführen konnte.
Nach der Pause zeigten sich die heimischen Mannen weiterhin sehr leidenschaftlich in den Zweikampfduellen und schenkten keinen Zentimeter ab. Die Hausherren verteidigten sehr kompakt und ließen überhaupt nichts aufkommen vor dem heimischen Tor. Auf der anderen Seite verpassten es die Nullfünfer aber auch, den ein oder anderen Umschaltmoment besser zu Ende zu spielen und mit einem möglichen 3:1 den Deckel draufzumachen. Vor dem heimischen Kasten wurde es erst wieder in der Schlussminute gefährlich. Der eingewechselte Nader El-Jindaoui war es, der in der 90. Minute Toni Stahl zu einer Glanzparade zwang. Seinen Schlenzer konnte der FC05-Schlussmann aber entschärfen. El-Jindaoui war es auch mit dem Schlusspfiff, der einen Freistoß aus knapp 25 Metern über den Querbalken setzte und danach alle Bänne im heimischen Lager brachen. Der erste Sieg in der 3. Liga war perfekt für die Schnüdel im letzten Spiel vor der Länderspielpause. Damit konnte man auch die rote Laterne an den Mitaufsteiger aus Havelse abgeben.
FC Schweinfurt 05 – TSG Hoffenheim II 2:1 (2:1)
Schweinfurt: Stahl – Doktorczyk (63. Zeller), Meißner, Trslic (81. Obiogumu, 90.+2 Dellinger), Krätschmer – Celebi, Böhnlein, Geis (90.+2 Angleberger), Endres (63. Bausenwein) – Wintzheimer, Tranziska.
Hoffenheim: Blöndal Petersson – Lührs, Reisig, Bähr – Dagdeviren (85. Strobl), Duric – Hör, Llugiqi (71. Krasniqi), Zeitler (85. Kalambayi) – Hennrich (56. El-Jindaoui), Labes (71. Honajzer).
Schiedsrichter: Luca Jürgensen. Zuschauer: 3676. Tore: 1:0 Kristian Böhnlein (28.), 2:0 Joshua Endres (44.), 2:1 Paul Hennrich (45.).







