2. März 2026

Erneut fehlen den Schnüdeln am Ende die Körner

Nach 97 Minuten stand ein 2:2-Unentschieden auf der Anzeigetafel, nachdem die Schweinfurter über 60 Minuten eine ansprechende Leistung zeigen konnten. Doch am Ende waren es wieder zwei späte Gegentore in Minute 87 und 95, welche zwei Punkte kosteten. Ansonsten war das Heim-Debüt von Jermaine Jones recht ansprechend über weite Strecken, bei dem aber auch die Körner ausgehen sollten.

Ganz lange sah alles nach dem vierten Saisonsieg des 1. FC Schweinfurt aus. Weil es am Ende dann doch noch 2:2 hieß, gingen beide Teams unzufrieden vom Platz. Denn Saarbrücken agierte über weite Strecken enttäuschend, was auch die Fans mit einem Stimmungsboykott über die zweiten 45 Minuten abstempelten. Auch nach dem Spiel schickten die Gästefans Ihre Mannschaft weg aufgrund der Leistung.

Vor dem Spiel gingen die Gäste natürlich als Favorit ins Spiel. Mit 18 Punkten Abstand auf das rettende Ufer hält sich die Zuversicht in Schweinfurt zwar schon seit einigen Wochen in Grenzen, trotzdem präsentierten sich die Schnüdel vor heimischem Publikum im Kellerduell mutig. Und das mit sechs frischen Kräften, die Jermaine Jones nach dem 1:3 gegen den MSV Duisburg brachte: Shuranov, Müller, Bausenwein, Krätschmer und Meißner starteten für Dellinger, Böhnlein, Doktorczyk, Zeller und Langhans, außerdem verdrängte zwischen den Pfosten Stahl Weisbäcker auf die Bank.

Shuranov-Doppelpack in der ersten Halbzeit

Mutig präsentierte sich die Mannschaft von Jermaine Jones bei dessem Heimdebüt in der ersten Halbzeit. Geis verfehlte zwei Mal aus der Distanz sein Ziel in der 20. und 36. Minute, der gute Abschlussmomente aber nicht nutzen konnte. Nach einer halben Stunde prüfte er den Gästeschlussmann Menzel erneut, der diesmal den Ball aber nur abprallen lassen konnte. Nutznieser war dann Schweinfurts Angreifer Erik Shuranov, der den Ball per Grätsche über die Linie drücken konnte (30. – 1:0). Saarbrücken hatte aber insgesamt den besseren Start ins Spiel, als Bretschneider nach neun Minuten und Elongo-Yombo nach einer viertel Stunde Toni Stahl zum Eingreifen zwingen konnte. Vor der Pause setzten die Schweinfurter dann sogar noch einen drauf: Aus 21 Metern erzielte der FC05-Angreifer per herrlichem Schlenzer sogar noch das 2:0, als die 43. Minute lief. Es war wahrlich eine gute Leistung der Hausherren im ersten Abschnitt, die läuferisch und kämpferisch einiges auf dem Platz ließen und den Gästen das Leben merklich schwer machten. Saarbrücken fand über die erste Halbzeit nach guten Anfangsminuten nicht mehr wirklich ins Spiel, ebenso keine Torraumszenen erspielten sich die Gäste von Trainer Argirios Giannikis. So endete die erste Halbzeit mit einem guten Resultat von 2:0 für den FC05, die Mut gab für die zweiten 45 Minuten.

Erneut bittere Schlussminuten für den FC05

In der zweiten Halbzeit sollten dann die Gäste aus Saarbrücken deutlich besser ins Spiel finden. Schweinfurt stellte sich mit zunehmender Spieldauer immer tiefer, während der Gästecoach mit drei Wechseln es versuchte, das Spiel seiner Mannschaft nochmal zu beleben. Civeja, Multhaup und Vasiliadis kamen neu in die Partie, die nochmal den Schalter bei den Saarländern umlegen sollten. Doch zu Beginn sollte nicht viel passieren in den Strafräumen. Wenn die Gäste dann mal gefährlich vors Tor kamen, stand entweder Toni Stahl im Weg wie bei Civeja in der 65. Minute, oder man scheiterte an sich selbst. Baumann war es nach 71 Minuten, der eine tausendprozentige Chance vergeben sollte. Aus drei Metern musste der Joker nur noch die Kugel ins leere Tor drücken, doch in Rückenlage schoss er den Ball über den Querbalken. In den Schlussminuten sollte es aber dann nochmal spannend werden. Man merkte den Schweinfurtern an, dass man konditionell etwas auf dem Zahnfleisch ging, was man natürlich noch zu kompensieren versuchte. Doch in der 87. Minute schlug Civejas Flanke, die immer länger und länger wurde, zum 2:1 im Netz der Schnüdel ein. Sieben Minuten Nachspielzeit sollte es dann noch geben, die dann einen weiteren Nackenschlag für die Hausherren beinhalten sollten. Vasiliadis verlängerte Bretschneiders Flanke ins lange Eck und verhinderte so tief in der Nachspielzeit den vierten Schweinfurter Saisonsieg (90.+5). Bitter für die Jones-Schützlinge, die eine ansprechende Leistung über weite Strecken nicht mit einem Dreier vergolden konnten.