17. September 2025

Gutes Spiel gegen den Tabellenführer ohne Ertrag

Durch einen Sieg im Aufsteiger-Duell konnte der MSV Duisburg in Schweinfurt den Startrekord der 3. Liga perfekt machen. Mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel sind die Meidericher nun alleiniger Rekordhalter. Die Mannschaft von Victor Kleinhenz musste eine bittere Niederlage gegen den Spitzenreiter hinnehmen, der sich eiskalt in seiner Chancenverwertung zeigte.

 

Am vergangenen Samstag gewann der 1. FC Schweinfurt 05 sein erstes Drittligaspiel beim FC Ingolstadt 04 mit 3:2. Ein wichtiger Dreier für die Mannschaft von Victor Kleinhenz, die sich jüngst für die Mühen schlussendlich belohnen konnten. Auch die ersten drei Drittligatore konnten erzielt werden, womit man mit einem guten Gefühl nur drei Tage später ins Heimspiel gegen den MSV Duisburg gehen konnte. Die Zebras kamen aber mit sehr breiter Brust nach Mainfranken, denn der Mit-Aufsteiger gewann alle fünf Saisonspiele und reisten zum Aufsteigerduell als Tabellenführer nach Schweinfurt.

 

Rasim Bulic bringt die Zebras in Front

Im Vergleich zum Wochenende begann Schweinfurts Trainer Victor Kleinhenz mit zwei neuen Akteuren in der Startelf. Für den rot-gesperrten Ekin Celebi und Michael Dellinger begannen Nils Piwernetz und Jakob Tranziska. Auf der anderen Seite änderte Dietmar Hirsch nichts im Vergleich zum jüngsten 3:1-Sieg gegen Wiesbaden. Noch nie hatte eine Mannschaft in der 3. Liga die ersten sechs Spiele gewonnen. Der Rekord war dem Gästetrainer Dietmar Hirsch aber nicht wirklich wichtig. Als Fußballer möchte man jedes Spiel gewinnen, egal ob mit einem Rekord verbunden, oder nicht. Mit dem entsprechenden Selbstvertrauen begannen die Zebras auch in Schweinfurt und kontrollierten die Anfangsminuten. Die ersten zehn Minuten gehörten klar den Gästen aus Meiderich, welche auch mit ihrer ersten Chance in Führung gehen konnten. Einen Freistoß aus dem Halbfeld von Coskun erreichte Rasim Bulic am langen Pfosten, der aus spitzem Winkel die Führung für den MSV erzielen konnte (15.). Zuvor ging schon ein Raunen durch die Riedel Bau Arena im Sachs Stadion, als Johannes Geis nach elf Minuten für die Gastgeber einen guten Abschluss aus zweiter Reihe hatte, der nur denkbar knapp am Pfosten vorbeistrich (11.). Doch auch vom Rückstand ließen sich die Hausherren nicht aus der Ruhe bringen und wurden oftmals in der Duisburger Hälfte präsent. Einige Abschlüsse aus der Distanz durch Piwernetz und Geis hatten die Hausherren. In die Druckphase der Hausherren war es dann fast das 0:2 für die Gäste in der Schlussviertelstunde vor der Pause. Stahl war nach 33 Minuten klasse gegen Tim Heike zur Stelle, wenig später brachte Coskun aus spitzem Winkel die Kugel nicht über die Linie (36.). Dann war Pause, als die Gäste knapp mit 0:1 in Führung lagen. Im ersten Durchgang war nicht zu erkennen, dass der Tabellenvorletzte auf den Tabellenführer trifft. Die heimischen Schnüdel agierten auf Augenhöhe.

Fleckstein und Coskun entscheiden das Spiel zu Gunsten der Zebras

Die Mannschaft von Victor Kleinhenz startete auch sehr beherzt in den zweiten Durchgang und schnürte die Gäste immer wieder in der eigenen Hälfte ein. Am Ende waren es aber Nuancen, die für zwingende Torchancen fehlten. Nach 49 Minuten rutschte Lauris Bausenwein bei einer einstudierten Eckenvariante weg, als er im Rückraum frei zum Abschluss gekommen wäre. Auf der Gegenseite Bitter fast mit dem 0:2 nach 58 Minuten aus dem Nichts, als die Meidericher um ein Haar den zweiten Treffer hätten nachlegen können. Wenig später die Schweinfurter mit einer Riesenchance zum Ausgleichstreffer. Kapitän Thomas Meißner kam nach einer Freistoßhereingabe von Johannes Geis zum Kopfball, doch sein Versuch landete direkt in den Armen von MSV-Keeper Braune. Auf der Gegenseite war es der zweite Anlauf nach einer Ecke der Gäste, der zum 0:2 führte. Bitter verlängerte eine Hereingabe von der rechten Angriffsseite an den zweiten Pfosten, wo Innenverteidiger Fleckstein den Ball mutterseelenalleine nur noch über die Linie drücken musste (61. – 0:2). Auch nach dem erneuten Nackenschlag gaben sich die Mannen von Victor Kleinhenz keinesfalls auf. Die Schnüdel liefen weiter an, doch das letzte Quäntchen in der Offensive, gepaart mit einer Portion Durchschlagskraft im Spiel nach vorne fehlte aber. Nach 74 Minuten dann der Genickbruch mit dem 0:3. Can Coskun war es mit einem Hammer von der Strafraumkante, der mit Hilfe der Unterkante der Latte zum 0:3 in die Maschen ging. Was für ein Traumtor des Duisburgers, der damit den Endstand herbeiführen konnte.

FC Schweinfurt 05 – MSV Duisburg 0:3 (0:1)
Schweinfurt: Stahl – Bausenwein, Zeller, Meißner, Krätschmer, Piwernetz (62. Latteier) – Geis (77. Böhnlein), Angleberger – Wintzheimer (73. Müller), Endres (77. Luque-Notaro) – Tranziska (73. Dellinger).
Duisburg: Braune – Bitter (86. Jessen), Fleckstein, Hahn, Coskun – Meuer (71. Schlicke), Bulic – Göckan (56. Noß), Viet, Symalla (86. Dittgen) – Heike (56. Krüger).
Schiedsrichter: Felix Grund (Haidlfing). Zuschauer: 5151. Tore: 0:1 Rasim Bulic (15.), 0:2 Tobias Fleckstein (61.), 0:3 Can Coskun (74.).