28. September 2025

Klare Heimpleite nach schwacher zweiter Halbzeit

Beide Mannschaften benötigten vor dem Spiel dringend Punkte im Abstiegskampf. Am Ende setzten sich die Gäste aus Aachen deutlich durch aufgrund einer indiskutablen zweiten Halbzeit der Gastgeber. Nach guter erster Halbzeit beim Zwischenstand von 1:1 waren es unerklärbare zweite 45 Minuten, welche die Mannschaft von Victor Kleinhenz ins Hintertreffen brachte und am Ende eine klare Niederlage zu Buche stand.

 

Mit einem guten Gefühl konnten die Schnüdel nach einer guten zweiten Halbzeit in Saarbrücken ins Heimspiel gegen Aachen gehen. Gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf benötigte man fast schon drei Punkte, um schon nicht früh in der Saisonphase im Tabellenkeller festzustecken. Jüngst verlor man unglücklich mit 2:1 in Saarbrücken, als man die erste Halbzeit indiskutabel aufgetreten war, aber im zweiten Abschnitt eine merkliche Reaktion zeigte. Am Ende schnupperte man an einem Punktgewinn, der aber bei der Spitzenmannschaft der 3. Liga verwehrt blieb mit etwas Pech.

Jakob Tranziska mit dem ersten Heim-Treffer der Schnüdel in der dritten Liga

Die Aachener starteten forsch ins Spiel, das erste Mal Gefahr gab es aber vor dem Gästetor. Kiala war es mit einer verunglückten Kopfballrücklage zu Keeper Olschowsky, der den Ball aber noch kurz vor der Torlinie aufnehmen konnte (2.). Wenig später übernahmen dann aber fast ausschließlich die Aachener und spielten sich in der Hälfte der Schnüdel fest. Gäste-Kapitän Scepanik war in der Anfangsphase ein guter Aktivposten im Offensivspiel der Alemannia, die es gut machten, aber keine wirklichen Torraumszenen erarbeiten konnten. Die erste wirkliche Torchance der Hausherren führte dann direkt zum 1:0. Aachens Verteidiger Kiala war es mit einem Luftloch, das Tranziska in Position brachte. Der FC-Angreifer schnappte sich die Kugel, lief auf das Tor zu und umkurvte Olschowsky. Daraufhin hatte er keine Mühe den Ball ins leere Tor zu schieben und nach 21 Minuten auf 1:0 für die Heimelf zu stellen. Nur fünf Minuten später hatte Uche Obiogumu das 2:0 auf dem Schlappen. Eine Einzelleistung blieb leider unbelohnt, als er mit Vollspann an die Unterkante der Latte schoss. Pech für die Schnüdel, als diese in der besseren Aachener Phase erfolgreich waren. Das gab den Hausherren dann doch etwas Aufwind in den Minuten, doch nach 32 Minuten eine bittere Pille für die Kleinhenz-Schützlinge. Ein wunderschöner Freistoßtreffer von Kapitän Lukas Scepanik nach zuvor diskutablem Freistoß führte zum 1:1, als er die Kugel sehenswert über die Mauer in die Maschen schlenzen konnte. Niklas Castelle hatte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann noch die Möglichkeit auf 1:2 zu stellen, doch sein Schuss von der Strafraumkante ging knapp am heimischen Tor vorbei. So blieb es zum Ende der ersten Halbzeit beim 1:1-Unentschieden.

Indiskutable zweite Halbzeit des FC 05

Mit einem Doppelwechsel begann die zweite Halbzeit, als Johannes Geis angeschlagen und Tim Latteier rausgingen. Manuel Wintzheimer und Devin Angleberger kamen dafür ins Spiel. Nach 48 Minuten stellte dann Aachen mit Ihrem ersten Abschluss in der zweiten Halbzeit auf 1:2. Es war ein Steckpass zu Mika Schroers, der von der Mittellinie an alleine auf Keeper Toni Stahl zulief. Im Anschluss hatte er keine Mühe, den Ball am FC05-Schlussmann vorbeizulegen und die Alemannia in Führung zu bringen. In der anschließenden Phase waren die Hausherren verunsichert. Der frühe Gegentreffer im zweiten Durchgang zeigte Wirkung. Dennoch waren die Schweinfurter um Ergebniskorrektur bemüht, doch mehr als Halbchancen wie ein Kopfball von Piwernetz (57.), oder ein Abschluss von Lucas Zeller weit über das Gästetor (59.) kamen nicht dabei herum. Mit dem Doppelwechsel stellte Victor Kleinhenz um von Fünfer- auf Viererkette. Wenig später folgte das 1:3 durch Mika Schroers, der das Laufduell gegen Pius Krätschmer für sich entscheiden konnte und überlegt einschieben konnte (64.). Wenig später erneut Schroers für die Alemannia erfolgreich, der innerhalb von 18 Minuten seinen Hattrick schnüren konnte. Zuvor bekamen vier Schweinfurter Verteidiger keinen Zugriff, als Schroers am langen Pfosten ohne Bedrängnis einschieben konnte (66. – 1:4). Mit der Einwechslung von Luca Trslic reagierte Victor Kleinhenz dann prompt und brachte einen fünften Verteidiger ins Spiel, doch die Messe war damit längst gelesen. Acht Minuten vor dem Ende gab es noch einen Strafstoß für die Gäste, als Piwernetz im Strafraum Gindorf zu Fall brachte. Er holte sich damit auch seine fünfte gelbe Karte ab und fehlt so im Auswärtsspiel beim SSV Ulm am Mittwoch. Lars Gindorf übernahm selbst Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:5-Endstand (82.). In der Schlussminute der regulären Spielzeit hatte Michael Dellinger nach Hereingabe von Kristian Böhnlein die wohl einzige Chance der Hausherren im zweiten Abschnitt, doch sein Kopfball ging knapp über die Latte.

 

1. FC Schweinfurt 05 – Alemannia Aachen 1:5 (1:1)
Schweinfurt: Stahl – Bausenwein, Zeller (61. Dellinger), Meißner, Krätschmer, Piwernetz – Geis (46. Angleberger), Böhnlein – Obiogumu (61. Endres), Latteier (46. Wintzheimer) – Tranziska (67. Trslic).
Aachen: Olschowsky – da Silva (65. Wegmann), Wiebe, Meyer, Strujic – Bahn, Gaudino (76. Ademi) – Scepanik, Castelle (65. Richter), Gindorf (83. Elekwa) – Schroers (76. Sulejmani).
Schiedsrichter: Cengiz Kabalakli. Zuschauer: 4546. Tore: 1:0 Jakob Tranziska (22.), 1:1 Lukas Scepanik (32.), 1:2, 1:3, 1:4 Mika Schroers (48., 64., 66.), 1:5 Lars Timo Gindorf (81., Foulelfmeter).