10. März 2026

Moralleistung führt zum dritten Heimsieg der Saison

Während unsere Nullfünfer in der ersten Halbzeit Glück hatten, nicht schon in Rückstand geraten zu sein, schien der Doppelpack von Ulms Röser deren wichtigen Auswärtssieg in der Riedel Bau Arena besiegelt zu haben. Doch die Ulmer verspielten die Führung noch, gepaart mit einer großen Moralleistung der heimischen Mannen von Jermaine Jones, die am Ende das Spiel noch zu einem 3:2-Heimsieg umbiegen konnten.

Jermaine Jones änderte nach der Niederlage bei Alemannia Aachen seine Startformation auf fünf Positionen im Vergleich zum 0:1: Shuranov, Endres, Wintzheimer, Langhans und Trslic wurden ersetzt durch Özden, Forkel, Latteier, Müller sowie Luque-Notaro.

Nach fünf sieglosen Spielen und nun acht Punkten Rückstand auf Platz 16 waren für Ulm beim Tabellenschlusslicht nur drei Punkte wichtig mit Blick auf die kommenden Aufgaben. In einer überschaubaren ersten Hälfte sah es danach aber nicht aus: Für die Schnüdel verpasste Müller den Traumstart (3.), auf der Gegenseite scheiterte Dajaku völlig frei an Toni Stahl, der fantastisch parierte (7.). Danach passierte erstmal nicht viel in Schweinfurt. Zwar hatten die Ulmer mehr Ballbesitz, verlagerten immer wieder die Seiten und suchten nach Lücken in der FC-Defensive. Im letzten Drittel zeigten sich die Spatzen aber ideenlos. El-Zein hatte dann in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit zwei Hochkaräter in Minute 31 und 35, brachte aber jeweils die Kugel nicht im Tor der Gastgeber unter.

Die Mission nach Wiederanpfiff für die Spatzen war klar: Mehr Chancen herausspielen und diese dann auch nutzen. Und einer hatte bei Dotchevs Halbzeitansprache wohl genau zugehört, denn keine Viertelstunde war nach dem Seitenwechsel gespielt, da hatte Lucas Röser im Alleingang schon auf 2:0 gestellt. Erst schob der im ersten Durchgang noch abgetauchte Stürmer einen Löder-Querpass allein vor dem Tor über die Linie (48.), zehn Zeigerumdrehungen später bedankte sich Röser für die halbherzige Bewachung bei Dajakus Ecke und nickte ins rechte Eck ein. Zur Wahrheit gehörte aber auch, dass zwischen den beiden Treffern Müller für Schweinfurt hätte ausgleichen können, den Ball aber über das Tor setzte (52.). Ulm schien auf die Siegerstraße eingebogen zu sein, ließen aber Chancen zum 0:3 liegen. Löder scheiterte in Minute 69 am glänzend parierenden Toni Stahl, der seine Mannschaft in dieser Szene im Spiel halten konnte. Und das sollte sich am Ende rächen. Aus dem Nichts verkürzte der eingewechselte Schweinfurter Nico Grimbs nach 73 Minuten nach einem Eckball auf 1:2, als er am langen Pfosten nach einem Eckball goldrichtig stand und nur noch abstauben musste. Wenig später dann ein weiterer Nackenschlag für die Spatzen: Mazagg fällte Latteier im Sechzehner, Geis verwandelte vom Punkt – 2:2 (81.). Ulm taumelte, das Unentschieden konnte sich der SSV im Abstiegskampf nicht leisten. Verzweifelt warfen die Gäste alles nach vorne, hatten durch Mazagg sogar noch die große Chance, der setzte seinen Kopfball aber drüber (88.). Dann kam es plötzlich noch schlimmer für die Dotchev-Elf: Meißner köpfte einen Geis-Freistoß quer, Dellinger verlängerte die Kugel ins Netz und drehte so das Spiel komplett (90.+4).

Für den FC05 geht es am Sonntag weiter beim Gastspiel in Verl um 16:30 Uhr, wo das Aufeinandertreffen mit Ex-Coach Tobias Strobl ansteht.