Zwei unterschiedliche Halbzeiten in Duisburg
Verdientermaßen gewann der MSV Duisburg Ihr Heimspiel gegen unsere Schnüdel mit 3:1. Nach einer verbesserungswürdigen ersten Halbzeit von unserer Mannschaft inklusive 0:3-Rückstand, konnte unser Team sich im zweiten Abschnitt etwas rehabilitieren. Unter dem Strich wachte die Mannschaft beim Debüt von Jermaine Jones aber erst zu spät auf, sodass es für nichts Zählbares reichen sollte.
Das Aufsteiger-Duell war mehr oder weniger dennoch ein Ungleiches: Die Duisburger mischen um die Aufstiegsränge mit und können von einem Durchmarsch in Liga 2 träumen, auf der anderen Seite befindet sich unser Team am Tabellenende. Beim Debüt von Jermaine Jones wechselte er im Vergleich zur Vorwoche beim 1:1 gegen Ingolstadt auf drei Positionen: Michael Dellinger und Kristian Böhnlein rutschten für Tim Latteier und Devin Angleberger in die Startelf. Außerdem vertrat Lucas Zeller den gelbgesperrten Pius Krätschmer.
Die Hausherren fanden deutlich besser rein in die Begegnung, die auch zu Hause noch ungeschlagen waren. Relativ druckvoll begannen die Zebras, die nach vier Minuten durch Jessen den ersten Abschluss hatten. Maximilian Weisbäcker war aber bei der Mischung aus Flanke und Abschluss reaktionsschnell zur Stelle. Wenig später gingen die Hausherren dann aber in Führung: Noß nahm eine Hereingabe von Coskun im Strafraum stark mit und traf ins lange Eck, als weiterhin die vierte Minute noch lief. Mit einem abgefälschten Abschluss von Joshua Endres nach Schussversuch von Leonard Langhans setzten unsere Mannen nach einer viertel Stunde die erste Offensive Duftmarke, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Der Ball ging aus knapp elf Metern über den Querbalken (15.). Die Hausherren hingegen blieben immer gefährlich, wenn es nach vorne ging: Erst schoss Lobinger noch knapp am langen Pfosten vorbei (20.), als wenig später Casar auf 2:0 stellen konnte. Vorausgegangen war ein Ballverlust unserer Mannschaft im Mittelfeld, als der zweite Gegentreffer darauffolgte. Eine weitere Chance hatte Lobinger (23.) für die Zebras, ehe das dritte Gegentor von Coskun für den MSV folgte. Ein herrlicher Distanzschuss, der im linken Winkel einschlug. Schweinfurt fand im Zentrum nur wenig Zugriff zum Spiel und mussten sich bei Maximilian Weisbäcker bedanken, der seine Mannschaft vor einem noch höheren Pausenrückstand bewahrte: In der 44. Minute war er klasse gegen Casar zur Stelle.
Nach der Pause gestaltete sich die Begegnung etwas ruhiger. Noß hatte für die Hausherren die erste gute Gelegenheit nach 55 Minuten, als er eine Flanke von Kother nur knapp am Gästetor vorbeiköpfte. Fünf Minuten später war eine Direktabnahme von Coskun gefährlich, die aber ebenfalls nicht den Weg ins Gästetor finden sollte. So auch der Abschluss von MSV-Winterneuzugang Lobinger, der an Maximilian Weisbäcker an 68 Minuten scheiterte. Mehr Torraumszenen ergaben sich für die Zebras im zweiten Abschnitt nicht, als die Schweinfurter etwas zugelegen konnten und vor allem Defensiv deutlich sicherer standen, als noch im ersten Abschnitt. Shuranov und Müller hatten in der 73. und 75. Minute erste Abschlüsse, woraufhin diese Bemühungen direkt Früchte tragen sollten. Winners Osawe köpfte eine Hereingabe vom eingewechselten Lauris Bausenwein in die Maschen zum 3:1-Anschlusstreffer. Im Anschluss waren die Jones-Schützlinge weiterhin um Ergebniskorrektur bemüht, doch wirklich zwingend wurde es nicht mehr. So blieb es am Ende beim 3:1-Heimsieg für die Zebras, die damit vorübergehend die Tabellenführung übernehmen konnten.
MSV Duisburg – FC Schweinfurt 05 3:1 (3:0)
Duisburg: Braune – Jessen, Fleckstein, Hahn, Coskun – Müller, Casar (81. Meuer) – Sussek (64. Symalla), Noß (81. Tugbenyo), Kother (64. Bookjans) – Lobinger (71. Krüger)..
Schweinfurt: Weisbäcker – Langhans, Trslic, Zeller, Doktorczyk (63. Bausenwein) – Osawe, Böhnlein (63. Latteier), Geis – Dellinger (46. Müller), Wintzheimer (71. Shuranov), Endres.
Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis. Zuschauer: 18486. Tore: 1:0 Conor Noß (4.), 2:0 Aijaz Casar (21.), 3:0 Can Coskun (39.), 3:1 Winners Osawe (77.)






